Tourismusverein Nals
Rathausplatz 1/A
39010 Nals (BZ)
Südtirol / Italien
Tel. +39 0471 678619
Fax +39 0471 678141
eMail:
Zimmersuche:
Ob Bauernhof oder Verwöhnhotel, hier finden Sie die aktuell verfügbaren Zimmer bzw. Appartements.Seit den ersten Erwähnungen von Nals steht sein Name im Zusammenhang mit dem Weinbau; in einer Chronik wird sogar von einem eigenen Nalser Weinmaß berichtet. Im großen Stil führte Jakob von Boymondt-Payrsberg den Weinbau im Dorf ein. Bis zum Zweiten Weltkrieg stellte der Weinbau die Haupteinnahmequelle der Nalser Bauern dar.
Heute gedeihen hauptsächlich die blaue Vernatsch-und die Lagreintraube, sowie Weißburgunder, Sauvignon und Gewürztraminer. Zwei Kellereien führen den Rebensaft aus dem heimischen Anbau ab: die Schlosskellerei Schwanburg, die älteste Privatkellerei Südtirols, und die Genossenschaftskellerei, die 1932 gegründet wurde und vor wenigen Jahren mit der Kellerei von Margreid/Entiklar fusionierte. Die Kellereigenossenschaft zählt heute ca. 200 Mitglieder und produziert jährlich ungefähr 25.000 hl Wein.
Ein für die Zukunft des Obstbaues entscheidendes Ereignis war die Loslösung des Obsthandels von der Obstproduktion. Sie erfolgte hauptsächlich während des Ersten Weltkrieges, als es den Händlern nicht mehr möglich war, genügend Arbeiter für die Pflege und Ernte der gekauften Partien zu finden. In diesen Jahren nahm der Bauer den Obstbau selbst in die Hand. Die Aufwärtsentwicklung des Obstbaues zu Beginn des 20. Jahrhunderts schildert Josef Kössler um 1920 folgendermaßen:
„Schon in den achtziger Jahren wurden vom hiesigen Gebiete Äpfel nach Russland und Deutschland ausgeführt, und zwar die Kistenware nach Russland und die Fassware nach Deutschland. Die Haupterzeugergebiete waren damals Lana, Meran, Nals, Bozen, Gries und Gmund. Ende der neunziger Jahre und Anfang 1900 hat sich jedoch in allen Gebieten des Etschtales der Anbau von Obstbäumen von Jahr zu Jahr vermehrt, sodass in den Jahren unmittelbar nach Kriegsausbruch schon namhafte Mengen an Äpfeln und Birnen ausgeführt wurden. Tatsächlich nahm der Obstexport von 600 Waggon im Jahre 1803 auf 900 Waggon im Jahre 1914 zu.“
28 Jahre lang blieb die „Obstproduzentengenossenschaft Meran-Burggrafenamt“ die einzige Obstgenossenschaft des Landes. Dies bedeutet, dass die Lagerung, Verarbeitung und Vermarktung des Obstes weiterhin vorwiegend durch den Obsthandel erfolgten. Erst nach dem Ende des Ersten Weltkrieges entstanden in größeren Obstanbaugebieten weitere Obstgenossenschaften, so 1921 in Gries, 1923 für Zwölfmalgreien, 1924 in Eppan, 1926 in Lana und 1929 in Nals. Zur Lagerung der Obsternte wurde ein großes Lagerhaus am Ortseingang des Dorfes errichtet. Heute wird die Südtiroler Obsternte großteils durch die Geschäftsführung der Genossenschaften bzw. durch private Obsthändler verkauft.