Urlaub in Südtirol

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Fraktion Sirmian

Am Schloss Schwanburg vorbei führt rechts die Straße hinauf nach Unter- und Obersirmian. Die Straße ist befahrbar bis zum Rainerhof, auf 1.000 Meter Meereshöhe gelegen, dem höchsten Hof von Obersirmian.

Die Fraktion Sirmian gehörte bis zum Jahre 1964 zur Gemeinde Tisens und wurde dann an Nals angegliedert. Sie hat eine Ausdehnung von 480 ha und bietet durch ihre Lage besonders im Hochsommer einen erfrischenden Aufenthalt.
Untersirmian, 687m hoch gelegen, ist noch Obst- und Weinbaugebiet. Hier gedeiht der wohlschmeckende Weißsirmianer, der zum Großteil aus Weißburgundertrauben gekeltert wird. Durch die lange Reifezeit der Trauben erhält dieser Weißwein einen milden, fruchtigen, angenehmen Geschmack.
Kurz vor Untersirmian führt die Strasse am Schloss Payersberg vorbei. Untersirmian selbst besteht aus einigen Höfen, die sich um das Herz-Jesu-Kirchlein gruppieren.

Besonders lohnend ist die Weiterfahrt nach Obersirmian, denn sie führt uns bereits in die Wald- und Bergregion. Ein kurzer Aufstieg zum St.-Apollonia-Kirchlein, 950m hoch gelegen, bietet eine wunderbare Rundsicht: im Süden erblickt man die Dolomiten mit dem Langkofel, dem Schlern, dem Rosengarten, dem Latemar, dem Zanggen, dem Weiß- und Schwarzhorn; auf der gegenüberliegenden Talseite schaut hinter dem Tschöggelberg mit den Ortschaften Mölten und Vöran die Sarner Scharte hervor; im Nordosten sieht man den Granitkegel der Ifingerspitze und im Norden erhebt sicht die Texelgruppe mit dem Tschigat und der Lodnerspitze; im Nordwesten grüßen uns die beiden Laugenspitzen und westlich von uns setzt sich der schützende Mendelrücken fort, der mit der steilen Wand des Gantkofels seinen südlichen Abschluß findet.
Der rötliche Schimmer der Kuppen des Tschöggelberges lässt erkennen, dass es sich um Porphyrgestein handelt, das den gesamten Bergrücken zwischen Jenesien und Hafling aufbaut. Geologisch interessant ist die Tatsache, dass auf unserer Talseite der Porphyr nur die Höhe von Untersirmian erreicht, während sich darüber bereits die Mergel und Kalke der Triaszeit im Mendelzuge schichten. Gelegentlich kann man in den Bächen von Obersirmian Versteinerungen von Schnecken und Muscheln finden.
Für das leibliche wohl der Ausflugsgäste sorgen in Obersirmian die beiden Gasthöfe „Apollonia“, unterhalb der Kapelle St. Apollonia, und „Jäger“, in denen man sich nach den mehr oder weniger anstrengenden Wanderungen gebührend stärken kann. Auf der gegenüberliegenden Seite der Sirmianerbachschlucht liegt die Fraktion „Pitzon“ in gleicher Höhe wie Untersirmian. Sie ist daher auch Obst- und Weinbaugebiet, und am Waldrand breiten mächtige Kastanienbäume ihre Kronen aus. Auf letzteren reifen bis zum Herbst die schmackhaften Edelkastanien. Gebratene Kastanien und neuer Wein gehören zum zünftigen Törggelen. In Pitzon läd der Gastbetrieb „Bittnerhof“ zur Stärkung ein.